In Apulien, dem Absatz des italienischen Stiefels, sind Orecchiette („Öhrchen“) Familiensache: In den Gassen von Bari Vecchia sitzen die Frauen bis heute vor ihren Haustüren und formen die kleinen Teigohren mit einer einzigen Daumenbewegung.
400 g Orecchiette (Rewe; Ersatz: Penne o. Conchiglie) · 2 Brokkoli, ca. 800 g (aus der Kiste ✓) · 4 Knoblauchzehen · 1 Zitrone (Abrieb + Saft) · 1 TL Chiliflocken · 40 g Semmelbrösel · 40 g Mandeln, gehackt · 60 g Parmesan o. vegetarischer Hartkäse, gerieben · 6 EL Olivenöl, Salz
Die 2 Brokkoli in kleine Röschen teilen; die Strünke schälen und fein würfeln – sie schmecken süßlich-mild und kommen einfach mit.
Reichlich Salzwasser aufkochen und die 400 g Orecchiette hineingeben. 5 Min vor Ende der Garzeit Brokkoli-Röschen und -Strunk einfach zu den Nudeln geben und mitkochen. 1 Tasse Nudelwasser abschöpfen, dann alles zusammen abgießen.
Inzwischen für das Pangrattato 40 g Semmelbrösel und 40 g gehackte Mandeln in 2 EL Olivenöl goldbraun rösten, mit einer Prise Salz und dem Abrieb der Zitrone mischen, herausnehmen.
In derselben Pfanne 4 EL Olivenöl erwärmen, die 4 in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen und 1 TL Chiliflocken bei mittlerer Hitze hellgolden werden lassen – nicht bräunen.
Nudeln und Brokkoli in die Pfanne geben, einen Schluck Nudelwasser zugeben und 2 Min schwenken; dabei einen Teil des Brokkolis mit dem Löffel zerdrücken, bis eine grüne, sämige Sauce entsteht.
Mit dem Saft von ½ Zitrone und Salz abschmecken, 60 g geriebenen Parmesan unterrühren.
Auf Tellern mit dem Zitronen-Pangrattato bestreuen und sofort servieren.
Tipp: Das stärkehaltige Nudelwasser ist der Schlüssel – es bindet Öl und Brokkoli zur cremigen Emulsion. Schluckweise zugeben und schwenken statt rühren, wie in Bari.
Ungarn · mit Bauernbrot · 40 Min · einfach · 3 Personen
Lecsó ist Ungarns Sommer in einem Topf – das Gericht jener Wochen, in denen sich Paprika und Tomaten auf den Märkten türmen.
3 Paprika (aus der Kiste ✓) · 1 große Tomate (Kiste ✓) · 2 Zwiebeln (Kiste ✓) · 1 Dose gehackte Tomaten (400 g) · 2 EL Paprikapulver edelsüß · ½ TL Chiliflocken (o. 1 TL Paprika scharf) · 1 TL Zucker · 6 Eier · 150 g Schmand · 1 Bauernbrot o. Landbrot · 2 EL Öl o. Butterschmalz, Salz, Pfeffer
Die 2 Zwiebeln in feine Halbringe schneiden, die 3 Paprika in daumenbreite Streifen, die 1 große Tomate grob würfeln.
In einem weiten Topf 2 EL Öl erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 5–7 Min goldgelb schmoren – sie geben dem Lecsó seine Süße.
Topf kurz vom Herd ziehen und 2 EL Paprikapulver einrühren, dann sofort die Paprikastreifen zugeben – so verbrennt das Pulver nicht.
Tomatenwürfel, die Dose gehackte Tomaten (400 g), 1 TL Zucker und ½ TL Chiliflocken zugeben, salzen. Halb zugedeckt 15–20 Min sanft schmoren, bis die Paprika weich, aber nicht zerfallen sind.
Die 6 Eier mit etwas Salz verquirlen und direkt ins köchelnde Lecsó gießen; 1–2 Min stocken lassen und nur grob durchziehen – es sollen sichtbare Ei-Stücke bleiben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit je einem Klecks von den 150 g Schmand und dicken Scheiben Bauernbrot servieren.
Tipp: Paprikapulver niemals in sprudelnd heißem Fett rösten – abseits der Hitze einrühren und sofort ablöschen, sonst wird das ganze Gericht bitter. Das ist die wichtigste Regel der ungarischen Küche.
Österreich · Wirtshausklassiker · 50 Min · mittel · 3 Personen
Das Schnitzel ist Wiens berühmtester Kulturexport, und die goldene Brösel-Panier gilt dort als kleine Kunstform – sie soll sich „soufflieren“, also luftig in Wellen vom Kern lösen.
1 großer Kohlrabi (aus der Kiste ✓) · 1 Gurke (Kiste ✓) · 800 g festkochende Kartoffeln · 2 Eier · 80 g Mehl · 120 g Semmelbrösel · 150 g saure Sahne o. Joghurt · ½ Bund Dill · ½ Bund Petersilie · 1 Zitrone (in Spalten) · 1 EL Butter · Öl o. Butterschmalz zum Braten, Salz, Pfeffer, Muskat, 1 TL Essig, 1 Prise Zucker
Die 800 g Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser 15–18 Min gar kochen.
Den Kohlrabi schälen und in 8–9 Scheiben von ca. 1 cm schneiden. In Salzwasser 5–6 Min vorgaren – gerade eben weich. Abtropfen, trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Für den Salat die Gurke hauchdünn hobeln, leicht salzen, 10 Min ziehen lassen und ausdrücken. Mit 150 g saurer Sahne, dem gehackten Dill, 1 TL Essig und 1 Prise Zucker anmachen, kaltstellen.
Panierstraße bauen: 80 g Mehl, die 2 verquirlten Eier, 120 g Semmelbrösel. Die Kohlrabischeiben erst im Mehl, dann im Ei, dann in den Bröseln wenden – Brösel nur locker andrücken.
Reichlich Öl o. Butterschmalz (ca. ½ cm hoch) in einer großen Pfanne erhitzen. Schnitzel 2–3 Min pro Seite goldbraun backen; dabei die Pfanne sanft schwenken, damit heißes Fett über die Panier schwappt. Auf Küchenpapier abtropfen.
Kartoffeln abgießen und mit 1 EL Butter und der gehackten Petersilie schwenken.
Schnitzel mit Zitronenspalten, Gurkensalat und Kartoffeln anrichten.
Tipp: Das Schwenken der Pfanne ist der Wiener Trick: Schwappt heißes Fett über die Oberseite, bläht sich die Panier in Wellen auf und wird extraknusprig – „souffliert“ wie im Wirtshaus.
Korea · Regentage-Klassiker · 35 Min · einfach · 3 Personen
Pajeon – wörtlich „Frühlingszwiebel-Pfannkuchen“ – ist Koreas berühmtestes Regenwetter-Essen.
1 Bund Frühlingszwiebeln (aus der Kiste ✓) · 2 Karotten (Kiste ✓) · ½ Zucchini (Kiste ✓) · 200 g Mehl · 50 g Speisestärke (Ersatz für Reismehl) · 1 Ei · 300 ml eiskaltes Wasser · 4 EL Sojasauce (für den Dip) · 1 EL Reisessig · 1 TL Sesamöl · 1 TL Sesam · ½ TL Zucker · 6 EL Öl zum Braten, Salz, Chiliflocken
Für den Dip 4 EL Sojasauce, 1 EL Reisessig, 1 TL Sesamöl, ½ TL Zucker, 1 TL Sesam und Chiliflocken nach Geschmack verrühren.
Die Frühlingszwiebeln putzen und in 6–8 cm lange Stücke schneiden, dicke Enden längs halbieren. Die 2 Karotten und die ½ Zucchini in feine Stifte schneiden.
200 g Mehl, 50 g Speisestärke und 1 TL Salz mischen. 300 ml eiskaltes Wasser und das Ei zugeben und nur grob verrühren – Klümpchen sind ausdrücklich erlaubt.
Das Gemüse locker unter den Teig heben.
In einer großen Pfanne 3 EL Öl stark erhitzen. Die Hälfte der Masse hineingeben, ca. 1 cm dick ausstreichen und 3–4 Min braten, bis die Unterseite tief goldbraun ist.
Beherzt wenden (Teller-Trick: auf einen Teller gleiten lassen, umgedreht zurück in die Pfanne) und weitere 3 Min knusprig braten. Mit 3 EL Öl und der zweiten Teighälfte wiederholen.
In Stücke schneiden und heiß mit dem Dip servieren.
Tipp: Eiskaltes Wasser + wenig Rühren = knusprig. Wird der Teig glatt gerührt, entwickelt sich Gluten und der Pfannkuchen wird zäh statt kross. Profis stellen die Teigschüssel sogar in Eiswasser.
Iran · mit Safran & Zimt · 60 Min · mittel · vegan · 3 Personen
Polo – der kunstvoll gedämpfte Reis – ist das Herz der persischen Küche, und Lubia Polo („Bohnen-Reis“) gehört zu ihren beliebtesten Alltagsgerichten: duftender Basmati, geschichtet mit grünen Bohnen, Tomate, Zimt und Kurkuma.
350 g Basmatireis · 400 g grüne Bohnen (aus der Kiste ✓) · 2 Zwiebeln (Kiste ✓) · 3 EL Tomatenmark · 1 TL Kurkuma · 1½ TL Zimt · ½ TL Pfeffer · 1 Msp. Safranfäden (Rewe; Ersatz: ½ TL Kurkuma extra) · 6 EL Öl, Salz · optional: Joghurt zum Servieren (vegan: Sojajoghurt)
Die 350 g Basmatireis in kaltem Wasser waschen, bis es klar bleibt, dann in reichlich gesalzenem Wasser 6–7 Min nur halb garen und abgießen – außen weich, innen noch fest.
Die 400 g Bohnen putzen und in 3-cm-Stücke schneiden, die 2 Zwiebeln würfeln.
Zwiebeln in 3 EL Öl goldbraun braten. 3 EL Tomatenmark, 1 TL Kurkuma, 1½ TL Zimt und ½ TL Pfeffer 1 Min mitrösten.
Bohnen und 150 ml Wasser zugeben, salzen und zugedeckt 8 Min vorschmoren.
In einem beschichteten Topf 3 EL Öl erhitzen. Schichten: ⅓ Reis, die Hälfte der Bohnenmischung, ⅓ Reis, restliche Bohnen, restlicher Reis – als lockerer Hügel, nicht andrücken.
Mit dem Kochlöffelstiel 4–5 Löcher bis zum Boden stechen (Dampfkanäle). Den Deckel in ein Geschirrtuch wickeln, fest auflegen und bei kleinster Hitze 30–35 Min dämpfen.
1 Msp. Safran in 2 EL heißem Wasser lösen und über den fertigen Reis träufeln. Den Topf beherzt auf eine Platte stürzen – die goldene Tahdig-Kruste kommt nach oben.
Tipp: Das eingewickelte Geschirrtuch fängt das Kondenswasser auf – ohne wird der Reis matschig statt locker. Und der Tahdig gehört fair geteilt … oder man nutzt das Vorrecht des Kochs.
Frankreich · Dessert · 30 Min · einfach · 3 Personen · 🍰 Dessert
Die Pêche Melba ist ein Stück Belle Époque: Auguste Escoffier, der „König der Köche“, erfand sie 1893 im Londoner Savoy für die australische Operndiva Nellie Melba.
2 reife Pfirsiche (aus der Kiste ✓) · 300 g Himbeeren (TK, aufgetaut, o. frisch) · 60 g Puderzucker · 80 g Zucker · 1 Pck. Vanillezucker · 500 ml Vanilleeis · 2 EL Mandelblättchen (optional) · 1 Spritzer Zitronensaft
500 ml Wasser mit 80 g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker aufkochen. Die 2 Pfirsiche halbieren, entsteinen und 3–4 Min im siedenden Sud pochieren.
Die Hälften herausheben und kurz kalt abschrecken – die Haut lässt sich jetzt einfach abziehen. Im Kühlschrank ganz auskühlen lassen.
Für die Sauce die 300 g Himbeeren mit 60 g Puderzucker und 1 Spritzer Zitronensaft pürieren und durch ein Sieb streichen – die Kerne bleiben zurück.
Die 2 EL Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten.
Pro Person 1–2 Kugeln von den 500 ml Vanilleeis in ein gekühltes Glas setzen und je eine Pfirsichhälfte darauflegen.
Großzügig mit der Himbeersauce überziehen, mit Mandelblättchen bestreuen und sofort servieren.
Tipp: Escoffiers Reihenfolge ist Programm: Die Sauce kommt immer über den Pfirsich, nie unters Eis – sie soll als glänzender Mantel auf der Frucht liegen. Sehr reife Pfirsiche brauchen nur 2 Min im Sud.
USA · Dessert · 70 Min · einfach · 3 Personen · 🍰 Dessert
In amerikanischen Gärten ist die Zucchini berüchtigt: Eine einzige Pflanze liefert im Sommer mehr, als eine Familie essen kann.
300 g Zucchini, ca. 1½ Stück (aus der Kiste ✓) · 220 g Mehl · 50 g Backkakao · 180 g Zucker · 1 Pck. Vanillezucker · 2 Eier · 120 ml neutrales Öl · 1 Pck. Backpulver · 1 TL Zimt · 1 Prise Salz · 100 g Zartbitterschokolade, gehackt · Butter + Mehl für die Form
Ofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform (ca. 25 cm) mit Butter fetten und mit Mehl ausstäuben.
Die 300 g Zucchini fein raspeln – nicht auspressen! Die Feuchtigkeit ist das Geheimnis dieses Kuchens.
Die 2 Eier mit 180 g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker 2–3 Min schaumig schlagen, dann 120 ml Öl unterschlagen.
220 g Mehl, 50 g Backkakao, 1 Pck. Backpulver, 1 TL Zimt und 1 Prise Salz mischen und nur kurz unterrühren.
Zucchiniraspel und 80 g der gehackten Schokolade unterheben. Teig in die Form füllen und mit den restlichen 20 g Schokolade bestreuen.
50–60 Min backen (Stäbchenprobe: feuchte Krümel ja, roher Teig nein).
15 Min in der Form ruhen lassen, dann stürzen und auskühlen. Schmeckt am zweiten Tag noch saftiger.
Tipp: Zucchini für Kuchen immer fein raspeln und mitsamt Saft verwenden – anders als bei Puffern ist Feuchtigkeit hier erwünscht. Wer mag, ersetzt 2 EL Öl durch kalten starken Kaffee: hebt den Kakao, ohne dass man ihn schmeckt.
Woche vom 17.–23. Juli 2026 · aus der Gemüsekiste 🥕
Marokko · mit Aprikosen & Mandeln · 45 Min · einfach · vegan · 3 Personen
Die Tajine ist eigentlich kein Gericht, sondern ein Gefäß: der Tontopf mit dem berühmten Kegeldeckel, den die Berber Nordafrikas seit Jahrhunderten nutzen.
600 g Karotten (aus der Kiste ✓) · 2 Zwiebeln (Kiste ✓) · 3 Tomaten (Kiste ✓) · 1½ Dosen Kichererbsen (600 g) · 250 g Couscous · 100 g getrocknete Aprikosen · 50 g Mandeln · 2 TL Ras el Hanout (o. 1 TL Kreuzkümmel + ½ TL Zimt + 1 TL Paprika) · 1 EL Honig o. Ahornsirup · 1 Zitrone · ½ Bund Petersilie o. Koriander · 3 EL Olivenöl · 500 ml Gemüsebrühe, Salz
Die 600 g Karotten schälen und in daumendicke Schräg-Stücke schneiden, die 2 Zwiebeln in Spalten, die 3 Tomaten grob würfeln, die 100 g Aprikosen halbieren.
In einem Schmortopf 3 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln 3 Min anschwitzen. 2 TL Ras el Hanout zugeben und 30 Sekunden duftend rösten.
Karotten, Tomaten und Aprikosen zugeben, 200 ml Gemüsebrühe angießen, Deckel drauf und 20 Min sanft schmoren.
Inzwischen die 50 g Mandeln grob hacken und in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten.
Die Kichererbsen (600 g, abgespült) und 1 EL Honig in den Topf geben, 5 Min mitschmoren. Mit Salz und dem Saft von ½ Zitrone abschmecken.
Den 250 g Couscous mit 300 ml kochender Gemüsebrühe übergießen, abgedeckt 5 Min quellen lassen, mit der Gabel auflockern.
Tajine auf dem Couscous anrichten, mit Mandeln, gehackter Petersilie und Zitronenspalten servieren.
Tipp: Gewürze immer kurz im heißen Öl „aufblühen“ lassen, bevor Flüssigkeit dazukommt – das entfaltet die ätherischen Öle. Der geschlossene Deckel ersetzt den Tajine-Kegel.
Indien · mit Basmatireis · 40 Min · einfach · vegan · 3 Personen
Aloo Gobi – Kartoffel mit Blumenkohl – ist eines der bekanntesten Alltagsgerichte Nordindiens, ein sogenanntes Sabzi, wie es in Punjabi-Küchen täglich auf den Tisch kommt.
600 g Kartoffeln (aus der Kiste ✓) · 1 Brokkoli, ca. 400 g (Kiste ✓) · 4 Tomaten (Kiste ✓) · 1 Zwiebel (Kiste ✓) · 1 Dose Kokosmilch (400 ml) · 2 Knoblauchzehen · 1 Stück Ingwer (daumengroß) · 2 TL Garam Masala o. Currypulver · 1 TL Kurkuma · ½ TL Chiliflocken · 225 g Basmatireis · 2 EL Öl, Salz · ½ Bund Koriander (optional)
225 g Basmatireis abspülen und garen.
Die 600 g Kartoffeln schälen und in 2-cm-Würfel schneiden, den Brokkoli in Röschen teilen (den Strunk schälen und würfeln – er schmeckt!), die 4 Tomaten grob hacken.
Die Zwiebel fein würfeln und in 2 EL Öl 5 Min goldig braten. 2 gehackte Knoblauchzehen und den geriebenen Ingwer zugeben, 1 Min mitbraten.
2 TL Garam Masala, 1 TL Kurkuma und ½ TL Chiliflocken einrühren, 30 Sekunden rösten. Tomaten zugeben und 3 Min einkochen, bis es sämig wird.
Kartoffeln und die Dose Kokosmilch (400 ml) plus 100 ml Wasser zugeben, salzen, zugedeckt 12 Min köcheln.
Brokkoli-Röschen und -Strunk daraufsetzen, Deckel drauf und 6–8 Min dämpfen – der Brokkoli soll grün und bissfest bleiben.
Vorsichtig umrühren, abschmecken, mit Koriander auf dem Reis servieren.
Tipp: Brokkoli nie mitköcheln, sondern nur auf dem Curry dämpfen – so bleibt er leuchtend grün statt armeegrau. Ein Spritzer Zitrone am Ende weckt alle Gewürze auf.
Griechenland · mit Ofenkartoffeln · 60 Min · mittel · vegan · 3 Personen
Gemista heißt schlicht „die Gefüllten“ – und ist das Sommergericht Griechenlands, wenn Tomaten und Paprika auf den Märkten überquellen.
2 Paprika (aus der Kiste ✓) · 8 große Tomaten (Kiste ✓) · 1 Zwiebel (Kiste ✓) · 400 g Kartoffeln (Kiste ✓) · 200 g Langkornreis · 3 EL Pinienkerne o. Mandelstifte · 2 EL Rosinen · ½ Bund Petersilie · 1 EL getrockneter Oregano · 1 TL Zucker · 6 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer
Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Von den 8 Tomaten und 2 Paprika Deckel abschneiden. Tomaten mit einem Löffel aushöhlen, Paprika entkernen.
Das Tomaten-Innere fein hacken oder pürieren – das wird Sauce und Füllungs-Basis. Mit 1 TL Zucker und Salz würzen.
Die Zwiebel fein würfeln und in 3 EL Olivenöl glasig braten. Den 200 g Reis, 3 EL Pinienkerne und 2 EL Rosinen 2 Min mitbraten.
Zwei Drittel der Tomatensauce zum Reis geben, 5 Min köcheln – der Reis bleibt halb gar. Gehackte Petersilie und 1 EL Oregano unterrühren, kräftig salzen.
Gemüse locker füllen (Reis quillt!), Deckel auflegen. Die 400 g Kartoffeln in Spalten schneiden und in die Lücken der Form legen.
Restliche Sauce, 3 EL Olivenöl und 100 ml Wasser angießen, salzen. 40–45 Min backen, bis die Deckel leicht verkohlt sind.
10 Min ruhen lassen und lauwarm servieren – mit Brot für die Sauce.
Tipp: Die Füllung nur zu zwei Dritteln einfüllen, sonst platzt das Gemüse, wenn der Reis quillt. Leicht angeröstete, fast schwarze Stellen an den Deckeln sind kein Fehler, sondern Aroma.
Türkei · Meze-Klassiker · 35 Min · einfach · 3 Personen
Mücver gehören zur großen türkischen Meze-Kultur – jenen vielen kleinen Tellern, die am Bosporus den Abend eröffnen und bei denen Teilen Pflicht ist.
3 Zucchini, ca. 700 g (aus der Kiste ✓) · 200 g Feta · 3 Eier · 100 g Mehl · 3 Frühlingszwiebeln · ½ Bund Dill (o. Petersilie + Minze) · 300 g griechischer Joghurt · 2 Knoblauchzehen · 6 EL Öl zum Braten · Salz, Pfeffer, Chiliflocken
Die 3 Zucchini grob raspeln, mit 1 TL Salz mischen und 10 Min ziehen lassen.
Für den Dip 300 g Joghurt mit 2 geriebenen Knoblauchzehen, der Hälfte des gehackten Dills und Salz verrühren, kaltstellen.
Die Zucchini portionsweise mit den Händen auspressen wie einen Schwamm – so trocken wie möglich!
Zucchini mit den 3 Eiern, dem zerbröselten Feta (200 g), den 3 geschnittenen Frühlingszwiebeln, restlichem Dill und 100 g Mehl zu einem dicken Teig mischen. Mit Pfeffer und Chiliflocken würzen (Salz vorsichtig – der Feta salzt mit).
3 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Pro Puffer 1 gehäuften EL Teig hineinsetzen, flach drücken und bei mittlerer Hitze 3–4 Min pro Seite goldbraun braten. Mit 3 EL Öl in zweiter Runde wiederholen.
Auf Küchenpapier abtropfen, mit dem Joghurt-Dip und etwas Dill servieren – am besten sofort, solange sie knuspern.
Tipp: Der ganze Erfolg steckt im Auspressen: Lieber zweimal pressen als einmal. Und die Pfanne nicht überfüllen – Puffer brauchen Platz, sonst dämpfen sie statt zu braten.
Japan · Straßenfest-Klassiker · 30 Min · einfach · vegan · 3 Personen
Yaki Udon – „gebratene Udon“ – gehören in Japan zu den Matsuri, den Straßenfesten, wo sie auf riesigen Teppan-Grillplatten unter viel Gezische zubereitet werden; der Duft von karamellisierender Sojasauce gilt als das eigentliche Signal, dass ein Fest begonnen hat.
400 g Udon-Nudeln (Rewe Asia-Regal; Ersatz: 250 g Spaghetti) · 1 Brokkoli (aus der Kiste ✓) · 2 Karotten (Kiste ✓) · 1 Zucchini (Kiste ✓) · 1 Zwiebel (Kiste ✓) · 2 Knoblauchzehen · 1 Stück Ingwer (daumengroß) · 4 EL Sojasauce · 1 EL Reisessig · 1 TL Zucker · 2 EL Sesamöl + neutrales Öl · 2 Frühlingszwiebeln · 1 EL Sesam
Die 400 g Udon nach Packung garen (meist nur 2–3 Min), kalt abschrecken und mit wenig Öl mischen, damit nichts klebt.
Gemüse vorbereiten: Brokkoli in kleine Röschen, 2 Karotten in feine Stifte, Zucchini in Halbmonde, Zwiebel in Streifen. Knoblauch und Ingwer fein hacken.
Die Sauce mischen: 4 EL Sojasauce, 1 EL Reisessig, 1 TL Zucker.
Pfanne oder Wok sehr stark erhitzen. In 1 EL Öl zuerst Karotten und Brokkoli 3 Min scharf anbraten, dann Zwiebel und Zucchini 2 Min mitbraten – das Gemüse darf Röststellen bekommen.
Knoblauch und Ingwer 30 Sekunden mitbraten, dann Nudeln und 1 EL Sesamöl zugeben.
Die Sauce am heißen Pfannenrand entlang angießen (sie soll zischen und karamellisieren) und alles 2 Min unter Schwenken braten – Nudeln dürfen leicht ansetzen.
Mit Frühlingszwiebel-Ringen und 1 EL Sesam servieren.
Tipp: Das Zischen ist Programm: Sojasauce nie über die Nudeln kippen, sondern an den heißen Pfannenrand – die Röstaromen dort sind das halbe Gericht. Gemüse lieber in zwei Portionen braten als die Pfanne zu überladen.
„Rüebli“ ist Schweizerdeutsch für Karotte, und die Rüeblitorte ist der ganze Stolz des Kantons Aargau, der sich selbst liebevoll „Rüebliland“ nennt.
250 g Karotten (aus der Kiste ✓) · 4 Eier · 200 g Zucker · 200 g gemahlene Mandeln · 100 g Mehl · 1 Pck. Backpulver · 1 Zitrone (Abrieb + Saft) · 1 Prise Zimt + 1 Prise Salz · 100 g Puderzucker (für den Guss) · 1 EL Butter + Mehl für die Form
Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Springform (ca. 24 cm) mit Butter fetten und mit Mehl ausstäuben.
Die 250 g Karotten auf der feinen Reibe raspeln – je feiner, desto saftiger der Kuchen.
Die 4 Eier trennen. Eigelbe mit 200 g Zucker 3–4 Min hell und cremig schlagen. Zitronenabrieb, 1 EL Zitronensaft, 1 Prise Zimt und Karotten unterrühren.
200 g gemahlene Mandeln, 100 g Mehl und 1 Pck. Backpulver mischen und kurz unterheben.
Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen und in zwei Portionen vorsichtig unterheben – nicht rühren, nur heben!
45–50 Min backen (Stäbchenprobe). 15 Min in der Form abkühlen, dann ganz auskühlen lassen.
100 g Puderzucker mit 2–3 EL Zitronensaft zu einem dicken Guss rühren und über den kalten Kuchen ziehen.
Tipp: Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag am besten – perfekt zum Vorbereiten. Wer mag, drückt gehackte Pistazien oder Marzipan-Möhrchen in den noch feuchten Guss.
Frankreich · Dessert · 45 Min · einfach · 3 Personen
Der Clafoutis stammt aus dem Limousin, dem grünen Herzen Frankreichs, und sein Name kommt vom okzitanischen „clafir“ – füllen: Früchte, großzügig mit einem Eierteig übergossen.
250 g Blaubeeren (aus der Kiste ✓) · 3 Eier · 250 ml Milch · 80 g Zucker · 60 g Mehl · 1 Pck. Vanillezucker · 1 EL Butter (für die Form) · 1 Prise Salz · 2 EL Puderzucker zum Bestäuben
Ofen auf 180 °C vorheizen. Eine flache Auflaufform (ca. 26 cm) mit 1 EL Butter großzügig fetten und mit 1 EL vom Zucker ausstreuen.
Die 3 Eier mit dem restlichen Zucker, 1 Pck. Vanillezucker und 1 Prise Salz verquirlen.
60 g Mehl einrühren, dann die 250 ml Milch nach und nach zugeben – es entsteht ein dünner, glatter Teig wie für Crêpes. 10 Min ruhen lassen.
Die 250 g Blaubeeren (verlesen und trocken) in der Form verteilen.
Den Teig vorsichtig über die Beeren gießen und 30–35 Min backen, bis der Clafoutis goldgelb aufgegangen und in der Mitte gerade fest ist.
10 Min abkühlen lassen – er sinkt dabei etwas ein, das gehört so. Mit 2 EL Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.
Tipp: Der Teig soll wirklich dünn sein – Clafoutis ist ein Flan, kein Kuchen. Lauwarm mit einem Löffel kalter Sahne oder Vanilleeis ist er unschlagbar.
Japan · mit Sesamreis & Gurken-Sunomono · 35 Min · einfach · vegan · 3 Personen
Der Name „Dengaku“ führt zurück ins alte Japan: Dengaku waren rituelle Tänze, mit denen Reisbauern vor der Pflanzsaison um eine gute Ernte baten – Gaukler balancierten dabei auf einer einzelnen Stelze.
3 große Auberginen · 3 EL helle Misopaste · 1½ EL Honig o. Ahornsirup · 1½ EL Mirin (o. ¾ EL Essig + ¾ EL Honig) · 1½ EL Sojasauce · 3 EL Sesamöl + neutrales Öl · 1½ EL Sesam · 3 Frühlingszwiebeln · 225 g Jasminreis · 1½ Salatgurken · 3 EL Reisessig · 1½ TL Zucker + Salz
Die 225 g Jasminreis gut abspülen und nach Packungsanleitung garen.
Für den Gurkensalat die 1½ Gurken hauchdünn hobeln, mit ¾ TL Salz mischen, 10 Min ziehen lassen und ausdrücken. Mit 3 EL Reisessig und 1½ TL Zucker anmachen, kaltstellen.
Die 3 Auberginen längs halbieren, das Fruchtfleisch rautenförmig ca. 1 cm tief einschneiden (nicht durch die Haut!).
3 EL Öl (halb Sesam-, halb neutrales Öl) portionsweise in einer großen Pfanne erhitzen. Auberginen mit der Schnittfläche nach unten 4–5 Min goldbraun braten, wenden, Deckel auflegen und 6–8 Min weich garen.
Glasur anrühren: 3 EL Miso, 1½ EL Honig, 1½ EL Mirin, 1½ EL Sojasauce und 1½ EL Wasser glatt verrühren.
Backofengrill auf 220 °C vorheizen. Auberginen mit der Schnittfläche nach oben aufs Blech, Glasur dick aufstreichen, 3–4 Min übergrillen, bis sie blubbert und karamellisiert.
Mit 1½ EL Sesam und den 3 in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit Reis und Gurkensalat servieren.
Tipp: Das Rautenmuster ist kein Deko-Gimmick – es lässt die Glasur tief einziehen. Die Glasur darf an den Kanten fast schwarz werden, dort sitzt das Umami.
Mexiko · 9–12 Tacos · 40 Min · einfach · 3 Personen
In Mexiko ist der Taco kein Gericht, sondern eine Lebensform – gegessen im Stehen, am Straßenstand, zu jeder Tageszeit.
9–12 kleine Tortillas · 3 Zucchini · 3 Maiskolben (o. 1 gr. Dose, abgetropft) · 1½ Dosen schwarze Bohnen (à 400 g) · 1 große rote Zwiebel · 2 Knoblauchzehen · 1½ TL Kreuzkümmel · 1½ TL geräuchertes Paprikapulver · 225 g Schmand · 3 Limetten · ½ Bund Koriander · 150 g Feta (optional) · Öl, Salz, Chiliflocken
Für die Crema 225 g Schmand mit Abrieb und Saft von 1½ Limetten und einer Prise Salz verrühren. Kaltstellen.
Die rote Zwiebel fein würfeln, die Hälfte mit 1½ EL Limettensaft und Salz marinieren (Schnell-Pickle).
Körner von den 3 Maiskolben schneiden. Die 3 Zucchini längs in ½ cm dicke Scheiben schneiden.
Grillpfanne stark erhitzen. Zucchini mit wenig Öl 2–3 Min pro Seite mit dunklen Röststreifen grillen, salzen, in Streifen schneiden.
Mais in derselben Pfanne ohne Öl 3–4 Min rösten, bis einzelne Körner braun poppen. Beiseitestellen.
1½ EL Öl erhitzen, restliche Zwiebel und 2 gehackte Knoblauchzehen glasig dünsten. Die abgespülten Bohnen (600 g) mit 1½ TL Kreuzkümmel, 1½ TL geräuchertem Paprikapulver und 75 ml Wasser 5 Min köcheln, grob zerdrücken, salzen.
Die Tortillas einzeln in der trockenen, heißen Pfanne je 20 Sekunden pro Seite erwärmen.
Bauen: Bohnenpüree, Zucchini, Mais, Pickle-Zwiebeln, Crema, gezupfter Koriander, nach Belieben Feta und Chiliflocken. Mit Limettenspalten servieren.
Tipp: Tortillas nie stapelweise im Ofen erhitzen – einzeln in der glühend heißen Pfanne bekommen sie Röstaromen und bleiben biegsam. Warm halten im Geschirrtuch.
Levante · mit Bulgur · 30 Min · einfach · vegan · 3 Personen
Dieses Gericht ist von Hindbeh bi Zeit inspiriert, einem Klassiker aus den libanesischen Bergen: bitteres Blattgrün, in Olivenöl geschmort und unter einem Berg süßer, goldbrauner Schmorzwiebeln begraben.
600 g Mangold (ca. 1½–2 Bund) · 1½ Dosen Kichererbsen (à 400 g) · 3 gelbe Zwiebeln · 3 Knoblauchzehen · 225 g Bulgur · 4–5 EL Tahin · 1½ Zitronen · 1½ TL Kreuzkümmel · ¾ TL Chiliflocken · 6 EL Olivenöl, Salz · 450 ml Gemüsebrühe
Die 225 g Bulgur mit 450 ml kochender Gemüsebrühe übergießen, abdecken, 15 Min quellen lassen.
Für die Sauce 4–5 EL Tahin mit dem Saft von 1½ Zitronen, 6–8 EL kaltem Wasser und Salz glatt rühren – sie dickt erst an, dann wird sie cremig. Beiseitestellen.
Die 3 Zwiebeln in feine Halbringe schneiden. In 3 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze 10–12 Min langsam goldbraun schmoren, herausnehmen.
Die Kichererbsen (600 g) abspülen und gründlich trocken tupfen. In derselben Pfanne in 3 EL Olivenöl 5–6 Min knusprig braten, mit 1½ TL Kreuzkümmel, ¾ TL Chiliflocken und Salz würzen, herausnehmen.
Den Mangold (600 g) waschen, Stiele in 1-cm-Stücke, Blätter in Streifen schneiden. Erst die Stiele mit den 3 gehackten Knoblauchzehen 3 Min anbraten, dann die Blätter zugeben und 2–3 Min zusammenfallen lassen. Salzen.
Tipp: Kichererbsen werden nur knusprig, wenn sie wirklich trocken sind – und erst am Ende salzen, sonst ziehen sie Wasser. Ein Spritzer Zitrone auf den heißen Mangold hebt alles an.
Thailand · mit Jasminreis · 35 Min · einfach · vegan · 3 Personen
Gaeng Phed, das rote Curry, ist eines der Fundamente der thailändischen Küche – und die wiederum versteht sich als Balance-Kunst: Süß, sauer, salzig und scharf müssen in jedem Löffel miteinander ringen, keines darf gewinnen.
600 g Tofu · 375 g grüne Bohnen · 2 Maiskolben (o. 1 Dose) · 3–4 EL rote Currypaste · 600 ml Kokosmilch (1½ Dosen) · 2 rote Zwiebeln · 1 Stück Ingwer (daumengroß) · 3 EL Sojasauce · 1½ TL Zucker · 1½ Limetten · 75 g Erdnüsse, geröstet · 225 g Jasminreis · 1½ EL Speisestärke · ½ Bund Koriander o. Basilikum, Öl
225 g Jasminreis abspülen und garen.
Die 600 g Tofu trocken pressen, in 2-cm-Würfel schneiden und in 1½ EL Speisestärke wenden. In 3 EL Öl rundum 6–8 Min goldbraun braten, herausnehmen, mit 1½ EL Sojasauce beträufeln.
Die 375 g Bohnen putzen und halbieren, Körner von den 2 Maiskolben schneiden, die 2 roten Zwiebeln in Spalten schneiden, den Ingwer fein reiben.
In der Pfanne 3–4 EL rote Currypaste mit dem Ingwer in 1½ EL Öl 1 Min duftend anrösten. 4 EL vom festen Teil der Kokosmilch zugeben und rühren, bis das Öl austritt – das gibt Tiefe.
Restliche Kokosmilch (600 ml) plus 150 ml Wasser angießen. Bohnen und Zwiebeln zugeben, 8–10 Min sanft köcheln – die Bohnen sollen Biss behalten.
Mais zugeben, mit 1½ EL Sojasauce, 1½ TL Zucker und dem Saft von 1 Limette abschmecken. 2 Min ziehen lassen.
Tofu unterheben (nicht mehr kochen, sonst wird er weich). Mit 75 g gehackten Erdnüssen, Kräutern und Limettenspalten auf Reis servieren.
Tipp: Thai-Basilikum ist ideal; normales Basilikum plus ein Hauch Limettenabrieb kommt nah heran. Currypaste-Schärfe variiert stark je Marke – mit 3 EL starten, dann steigern.
Die Caponata ist Siziliens Geschichte auf einem Teller.
2 mittelgroße Auberginen · 4–5 Stangen Staudensellerie · 2 rote Zwiebeln · 375 g Kirschtomaten · 600 g gehackte Tomaten (1½ Dosen) · 75 g grüne Oliven · 3 EL Kapern · 45 g Rosinen · 45 g Pinienkerne o. Mandeln · 4–5 EL Essig + 1½ EL Zucker · 1 Prise Zimt · 2 Burrata (à 150 g) · 1 großes Ciabatta · Basilikum, Olivenöl, Salz
Die 45 g Rosinen in 4–5 EL Essig einweichen. Die 45 g Pinienkerne in der trockenen Pfanne goldbraun rösten, beiseitestellen.
Die 2 Auberginen in 2-cm-Würfel schneiden. In 4 EL Olivenöl portionsweise bei hoher Hitze rundum goldbraun braten (nicht drängeln in der Pfanne!), salzen, herausnehmen.
Die 4–5 Selleriestangen in ½-cm-Scheiben, die 2 roten Zwiebeln in Streifen schneiden. In 1½ EL Olivenöl 5 Min anbraten.
Die 375 g halbierten Kirschtomaten und die gehackten Tomaten (600 g) zugeben, 10 Min offen einköcheln.
75 g Oliven (halbiert), 3 EL Kapern, die Rosinen samt Essig, 1½ EL Zucker und 1 Prise Zimt einrühren. 5 Min köcheln – süß-sauer-salzig ausbalancieren, nachjustieren.
Auberginen unterheben und nur noch 2–3 Min erwärmen, damit sie nicht zerfallen. Vom Herd nehmen und mindestens 10 Min lauwarm abkühlen lassen.
Das Ciabatta in Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen und rösten.
Caponata anrichten, die 2 Burrata aufreißen und daraufsetzen, mit Pinienkernen, Basilikum und gutem Olivenöl vollenden.
Tipp: Caponata isst man in Sizilien nie kochend heiß – lauwarm verbinden sich die süß-sauren Aromen erst richtig. Ruhig mittags vorkochen, abends genießen.
Italien · Rom · 3 Pizzen · 40 Min · mittel · 3 Personen · 🔥 Pizzaofen
Die Pizza Bianca ist Roms heimliches Grundnahrungsmittel: In Bäckereien wie dem Forno di Campo de' Fiori wird sie seit Generationen als Erstes in den heißen Ofen geschoben – ursprünglich, um die Temperatur zu testen, bevor das Brot hineinkam.
500 g Mehl Tipo 00 (Rewe; Ersatz: Weizenmehl 550) · 320 ml Wasser, lauwarm · 3 g frische Hefe (o. 1 g Trockenhefe) · 12 g Salz (für den Teig) · 2 Zucchini · 250 g Ricotta · 1 Zitrone (Abrieb) · 2 Knoblauchzehen · 1 Zweig Rosmarin o. einige Blätter Basilikum · 6 EL Olivenöl, grobes Salz, Pfeffer, Chiliflocken
Am Vortag: 3 g Hefe in 320 ml lauwarmem Wasser auflösen, mit 500 g Mehl grob verrühren, 20 Min ruhen lassen, dann 12 g Salz einkneten und 8–10 Min zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt 1 Std anspringen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank.
2–3 Std vor dem Backen: Teig in 3 Kugeln teilen, abgedeckt bei Zimmertemperatur aufgehen lassen. Pizzaofen auf ca. 400 °C einheizen (der Stein braucht mindestens 45 Min).
Die 2 Zucchini mit dem Sparschäler o. Hobel in hauchdünne Längsstreifen schneiden, mit 2 EL Olivenöl, 1 gehackten Knoblauchzehe, Salz und Chiliflocken mischen, 10 Min ziehen lassen.
Den 250 g Ricotta mit dem Abrieb der Zitrone, 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer glatt rühren.
Jede Teigkugel auf bemehlter Fläche von innen nach außen zu einem dünnen Fladen drücken (Rand stehen lassen!), mit 1 EL Olivenöl bestreichen, mit grobem Salz und Rosmarin bestreuen und die Zucchinistreifen locker gewellt darauf verteilen.
In den Ofen einschießen und 60–120 Sek backen; nach der Hälfte drehen, bis der Rand geleopardet ist (dunkle Blasen = gewollt).
Sofort nach dem Backen Kleckse von der Zitronen-Ricotta daraufsetzen und mit etwas Olivenöl beträufeln.
Tipp: Der Ofen ist wichtiger als der Belag: Erst einschießen, wenn der Stein wirklich 400 °C hat – ein Spritzer Mehl auf dem Stein muss in 2–3 Sekunden braun werden. Und Ricotta niemals mitbacken, er wird sonst körnig.
Italien · Neapel · 3 Pizzen · 45 Min · mittel · vegan · 3 Personen · 🔥 Pizzaofen
Die Marinara ist die älteste Pizza Neapels – seit etwa 1734 belegt und damit älter als die berühmte Margherita.
500 g Mehl Tipo 00 (Rewe; Ersatz: Weizenmehl 550) · 320 ml Wasser, lauwarm · 3 g frische Hefe (o. 1 g Trockenhefe) · 12 g Salz (für den Teig) · 3 rote Paprika · 1 Dose geschälte Tomaten (400 g, San Marzano o. Qualitäts-Dosentomaten) · 4 Knoblauchzehen · 2 TL getrockneter Oregano · 5 EL Olivenöl, Salz · einige Blätter Basilikum (optional)
Teig wie bei der Pizza Bianca: 3 g Hefe in 320 ml Wasser lösen, mit 500 g Mehl verrühren, 20 Min ruhen, 12 g Salz einkneten, 8–10 Min kneten, 1 Std anspringen lassen, über Nacht kalt führen. Am Backtag in 3 Kugeln aufgehen lassen.
Während der Ofen einheizt: Die 3 Paprika im Ganzen in die heiße Ofenzone legen und unter Wenden rundum schwarz rösten (5–8 Min). In einer abgedeckten Schüssel 10 Min ausdämpfen, dann Haut abziehen, entkernen und in breite Streifen schneiden. Mit 1 EL Olivenöl und Salz marinieren.
Die Dosentomaten (400 g) nur mit den Händen zerdrücken und mit 1 TL Salz würzen – nicht kochen, nicht pürieren: neapolitanische Regel.
Die 4 Knoblauchzehen in hauchdünne Scheiben schneiden.
Fladen formen, dünn mit Tomate bestreichen, Knoblauchscheiben, Paprikastreifen und 2 TL Oregano darauf verteilen, mit Olivenöl beträufeln.
Bei ca. 430–450 °C 60–90 Sek backen, einmal drehen. Mit Basilikum und einem letzten Faden Öl servieren.
Tipp: Die Paprikahaut geht am leichtesten ab, wenn die Frucht wirklich pechschwarz aussieht – was nach Fehler aussieht, ist die Technik. Nicht unter Wasser abziehen, das spült das Raucharoma weg.
Levante · Baba Ghanoush · 45 Min · einfach · vegan · 3 Personen · 🔥 Pizzaofen
Kaum ein Ofenmoment macht glücklicher als eine Pita, die sich auf dem heißen Stein binnen Sekunden zum Ballon aufbläht – der Wasserdampf im dünnen Teig reißt ihn auseinander und formt die berühmte Tasche.
500 g Weizenmehl 550 · 300 ml Wasser, lauwarm · 7 g Trockenhefe (1 Pck.) · 10 g Salz + 1 TL Zucker · 3 Auberginen · 3 EL Tahin · 2 Knoblauchzehen · 1½ Zitronen (Saft) · ½ Bund glatte Petersilie · 1 TL Kreuzkümmel · 5 EL Olivenöl, Salz, Paprikapulver o. Sumach
7 g Trockenhefe und 1 TL Zucker in 300 ml lauwarmem Wasser lösen. Mit 500 g Mehl und 10 g Salz 8 Min zu einem geschmeidigen Teig kneten, abgedeckt 1–1½ Std verdoppeln lassen.
Inzwischen die 3 Auberginen mehrmals einstechen und direkt in die Glut bzw. in die heißeste Ofenzone legen. 15–20 Min unter Wenden garen, bis die Haut verkohlt und die Frucht komplett zusammengefallen ist. Abkühlen lassen.
Auberginen längs aufschneiden, das rauchige Fleisch herauslöffeln und in einem Sieb 10 Min abtropfen lassen – das hält die Creme dick.
Fleisch mit 3 EL Tahin, 2 geriebenen Knoblauchzehen, dem Saft der 1½ Zitronen, 1 TL Kreuzkümmel und Salz mit der Gabel zerdrücken (nicht mixen – Struktur ist erwünscht). 3 EL Olivenöl einarbeiten, gehackte Petersilie unterheben.
Den Teig in 8 Kugeln teilen, 10 Min entspannen lassen, dann jede auf 3–4 mm ausrollen – gleichmäßige Dicke ist das ganze Geheimnis des Aufblähens.
Pitas nacheinander auf den heißen Stein legen (ca. 350 °C): Nach 30–60 Sek blähen sie sich zum Ballon, kurz wenden, weitere 30 Sek – fertig. In ein Tuch stapeln, damit sie weich bleiben.
Baba Ghanoush mit Olivenöl, Paprika o. Sumach und Petersilie anrichten, mit den warmen Pitas servieren.
Tipp: Pita bläht sich nur auf, wenn der Teig gleichmäßig dünn ist und der Stein richtig heiß – dünne Stellen reißen, dicke bleiben Fladen. Und die Auberginen dürfen ruhig aussehen wie verloren: Je schwärzer die Haut, desto rauchiger die Creme.
Tunesien · mit Feta & Couscous · 35 Min · einfach · 3 Personen · 🔥 Pizzaofen
Harissa ist das Feuer Nordafrikas: eine Paste aus sonnengetrockneten Chilis, Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriandersaat, die in Tunesien so identitätsstiftend ist, dass die UNESCO sie 2022 zum immateriellen Kulturerbe erklärte.
600 g Karotten · 2 Kohlrabi (o. 1 kl. Blumenkohl) · 2 rote Zwiebeln · 2 EL Harissa (Rewe/Aldi Feinkostregal; Ersatz: 1 EL Tomatenmark + 1 TL Chiliflocken + je ½ TL Kreuzkümmel & Koriander) · 2 EL Honig · 1 TL Kreuzkümmel · 250 g Couscous · 150 g Feta · 1 Zitrone · ½ Bund Minze o. Petersilie · 6 EL Olivenöl, Salz
Die 600 g Karotten längs halbieren, die 2 Kohlrabi in daumendicke Spalten, die 2 roten Zwiebeln in Vierteln schneiden.
2 EL Harissa, 2 EL Honig, 1 TL Kreuzkümmel, 4 EL Olivenöl und Salz zu einer Glasur verrühren und das Gemüse darin wenden.
Eine Gusspfanne im Holzofen (ca. 300 °C Zone) 5 Min vorheizen – sie soll leicht rauchen.
Gemüse in die Pfanne geben (es muss zischen!) und 15–20 Min im Ofen rösten; alle 5 Min wenden, bis die Kanten dunkel karamellisiert und die Spalten weich sind.
Inzwischen den 250 g Couscous mit 300 ml kochendem Salzwasser übergießen, 5 Min abgedeckt quellen lassen, mit 1 EL Olivenöl und dem Saft von ½ Zitrone auflockern.
Gemüse auf dem Couscous anrichten, den zerbröselten Feta (150 g) und die gezupfte Minze darüberstreuen, mit Zitronenspalten servieren.
Tipp: Der Honig verbrennt schneller als das Gemüse gart – deshalb in die mittelheiße Zone des Ofens, nicht direkt neben die Flamme. Dunkle, fast schwarze Kanten sind perfekt; flächig schwarz heißt: eine Zone weiter nach außen rücken.
Holzspieße 30 Min wässern. Die Plancha übers Feuer setzen und richtig heiß werden lassen – ein Wassertropfen muss sofort tanzen und verdampfen.
Den Halloumi (450 g) in 3-cm-Würfel schneiden, Zucchini in dicke Halbmonde, Paprika in Stücke, Zwiebeln in Schichtblätter teilen.
Für das Ladolemono den Saft der Zitrone, 6 EL Olivenöl, 2 TL Oregano, 1 TL Honig, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas kräftig schütteln, bis es cremig emulgiert.
Halloumi, Gemüse und Kirschtomaten abwechselnd aufspießen, mit 2 EL Olivenöl bestreichen und leicht salzen (wenig – der Käse salzt mit).
Spieße auf der Plancha 8–10 Min braten, alle 2–3 Min vierteln drehen, bis der Halloumi goldbraune Röstflächen hat und das Gemüse Biss behält.
Noch auf der heißen Platte großzügig mit Ladolemono bepinseln (es soll zischen), den Rest am Tisch dazu reichen. Mit Zitronenabrieb und Fladenbrot servieren.
Tipp: Halloumi klebt nur, wenn die Platte zu kalt ist oder zu früh bewegt wird: Erst wenn sich der Würfel von selbst löst, ist die Kruste fertig. Und das Ladolemono immer erst nach dem Braten – Zitrone im Feuer wird bitter.
Spanien/USA · Grillklassiker · 40 Min · einfach · 3 Personen · 🔥 Plancha
Die Plancha selbst ist eine spanische Erfindung – seit dem 19.
1 kg kleine Drillinge (festkochend) · 150 g Mayonnaise (o. 100 g Mayo + 50 g Schmand) · 2 Knoblauchzehen · 1½ TL geräuchertes Paprikapulver · 1 Zitrone · 2 Zweige Rosmarin · 6 EL Olivenöl, grobes Salz, Pfeffer · ½ Bund Schnittlauch o. Petersilie
Die 1 kg Drillinge ungeschält in kräftig gesalzenem Wasser 18–20 Min weich kochen, abgießen und 5 Min ausdampfen lassen – trockene Oberfläche = mehr Knusper.
Für die Aioli 150 g Mayonnaise mit 2 geriebenen Knoblauchzehen, 1½ TL geräuchertem Paprikapulver, 1–2 EL Zitronensaft und Salz verrühren, kaltstellen.
Die Plancha übers Feuer setzen und heiß werden lassen; 4 EL Olivenöl daraufgeben.
Kartoffeln auf die Platte setzen und jede mit einem Pfannenwender o. Tassenboden auf ca. 1 cm flachdrücken – Risse und ausgefranste Ränder sind das Ziel.
6–8 Min braten ohne zu bewegen, bis die Unterseite tief goldbraun ist. Mit 2 EL Olivenöl beträufeln, wenden, Rosmarinnadeln darüberstreuen und weitere 5 Min knusprig braten.
Mit grobem Salz und Pfeffer würzen und heiß von der Platte mit der Rauch-Aioli, Schnittlauchröllchen und Zitronenspalten servieren.
Tipp: Die Kartoffeln nach dem Flachdrücken in Ruhe lassen – jedes verfrühte Wenden kostet Kruste. Auf der Plancha gilt wie in der Pfanne: Das Knuspern hört man, wenn es leiser wird, ist die Seite fertig.
Japan · Osaka · 35 Min · mittel · 3 Personen · 🔥 Plancha
Okonomiyaki heißt sinngemäß „brutzle es, wie du magst“ – und genau so funktioniert Osakas berühmtestes Soulfood: ein Pfannkuchen aus Kohl und Teig, in den hineinkommt, was da ist.
600 g Spitzkohl o. Weißkohl (ca. ½ Kopf) · 4 Frühlingszwiebeln · 200 g Mehl · 4 Eier · 200 ml kaltes Wasser · 1 TL Backpulver · 2 EL Sojasauce (für den Teig) · 4 EL Ketchup + 2 EL Sojasauce + 1 EL Honig + 1 TL Essig (Okonomiyaki-Sauce) · 4 EL Mayonnaise · 2 EL Sesam · 4 EL Öl, Salz; optional 1 Blatt Nori, in feinen Streifen
Für die Sauce 4 EL Ketchup, 2 EL Sojasauce, 1 EL Honig und 1 TL Essig verrühren und kurz auf der heißen Plattenecke andicken lassen.
Den Kohl (600 g) in feine, kurze Streifen schneiden (keine langen Fäden), die 4 Frühlingszwiebeln in Ringe.
200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 200 ml kaltes Wasser, 4 Eier, 2 EL Sojasauce und 1 TL Salz zu einem dicken Teig verrühren – er soll den Kohl nur binden, nicht ertränken.
Kohl und die Hälfte der Frühlingszwiebeln unterheben; die Masse wirkt zu kohlig – genau richtig.
2 EL Öl auf die heiße Plancha geben, die Masse als 2 runde Fladen (ca. 2–3 cm dick) aufsetzen und NICHT flachdrücken. 5–6 Min braten, bis die Unterseite fest und goldbraun ist.
Mit zwei Wendern beherzt wenden und weitere 5–6 Min braten; bei Bedarf 2 EL Öl nachgeben. Der Kern soll saftig, aber gestockt sein.
Mit der dunklen Sauce bestreichen, die Mayonnaise in Streifen darüberziehen, mit Sesam, restlichen Frühlingszwiebeln und Nori-Streifen bestreuen. In Spalten schneiden und direkt von der Platte servieren.
Tipp: Niemals flachdrücken – anders als bei Smashed Potatoes will Okonomiyaki Luft im Inneren, sonst wird er kompakt statt fluffig. In Osaka gilt das Plattdrücken mit dem Spachtel als Anfängerfehler Nummer eins.
Frankreich · Provence · Dessert · 20 Min · einfach · 3 Personen · 🔥 Plancha · 🍰 Dessert
In der Provence wachsen Pfirsiche und Rosmarin oft nur ein paar Meter voneinander entfernt – und genau diese Nachbarschaft landet hier auf der heißen Platte.
5 reife (aber feste) Pfirsiche · 4 EL Honig · 2 Zweige Rosmarin · 1 EL Butter (o. Öl) · 500 ml Vanilleeis · 40 g Mandelblättchen o. gehackte Pistazien · 1 Prise grobes Salz (Fleur de Sel, optional) · ½ Zitrone
4 EL Honig mit 1 EL Wasser, dem Saft der ½ Zitrone und den Nadeln von 1 Rosmarinzweig in einem kleinen Topf am Plattenrand 5 Min sanft erwärmen – nicht kochen, nur ziehen lassen.
Die 5 Pfirsiche halbieren und entsteinen; sehr große Hälften nochmals halbieren.
Die 40 g Mandelblättchen auf der Platte kurz goldbraun rösten, beiseitestellen.
1 EL Butter auf der mittelheißen Plancha zerlaufen lassen. Pfirsiche mit der Schnittfläche nach unten aufsetzen und 3–4 Min NICHT bewegen, bis tiefbraune Karamellstreifen entstehen.
Wenden, mit der Hälfte des Rosmarin-Honigs bepinseln und 2 Min auf der Hautseite fertig garen.
Warm mit den 500 ml Vanilleeis anrichten, restlichen Rosmarin-Honig darüberziehen, mit Mandeln, 1 Prise grobem Salz und dem zweiten Rosmarinzweig servieren.
Tipp: Die Pfirsiche müssen reif, aber fest sein – weiche Früchte kleben und zerfallen. Und der Honig kommt erst nach dem ersten Wenden auf die Frucht: Direkt auf der Platte verbrennt er, auf dem warmen Pfirsich karamellisiert er.
Schottland · mit dmBio Basic Porridge · 15 Min · einfach · 3 Personen · ☀️ Frühstück
Porridge ist Schottlands Nationalfrühstück und war jahrhundertelang schlicht Überlebensessen: Hafer wächst dort, wo sonst kaum etwas gedeiht.
180 g dmBio Basic Porridge (DM; Ersatz: zarte Haferflocken + 1 Prise Salz) · 750 ml Milch o. Haferdrink · 1 Prise Salz · 2 Bananen · 250 g Beeren (frisch o. TK) · 3 EL Honig o. Ahornsirup · 1 TL Zimt · 1 EL Butter o. Kokosöl · 2 EL Mandel- o. Erdnussmus (optional) · 2 EL gehackte Nüsse o. Mandeln
Die 180 g Porridge-Basis mit 750 ml Milch und 1 Prise Salz in einen Topf geben, einmal aufkochen und bei kleiner Hitze 3–5 Min sanft köcheln, dabei regelmäßig rühren (Schottland-Regel: im Uhrzeigersinn).
Topf vom Herd ziehen, Deckel drauf und 2 Min quellen lassen – so wird es cremig statt kleistrig.
Inzwischen die 2 Bananen längs halbieren. 1 EL Butter in einer Pfanne aufschäumen, Bananen mit der Schnittfläche nach unten 2 Min goldbraun braten, mit 1 EL Honig und 1 TL Zimt glasieren.
Die 250 g Beeren in derselben Pfanne 1–2 Min warm schwenken, bis sie glänzen und leicht Saft ziehen.
Porridge in Schalen füllen, je einen Klecks von den 2 EL Mandelmus einrühren.
Mit Banane, Beeren, den 2 EL gehackten Nüssen und dem restlichen Honig toppen – sofort löffeln.
Tipp: Porridge wird beim Stehen fester – lieber einen Tick zu flüssig vom Herd nehmen. Und die Prise Salz nie weglassen: Sie macht den Unterschied zwischen Kleister und Frühstück.
Schweiz · Zürich · 15 Min · einfach · 3 Personen · ☀️ Frühstück
Um 1900 verordnete der Zürcher Arzt Maximilian Bircher-Benner seinen Sanatoriumsgästen eine revolutionäre „Apfeldiätspeise“: eingeweichte Haferflocken, geriebener Apfel, Nüsse und Zitrone – zu einer Zeit, als ein Frühstück ohne Fleisch und Weißbrot als geradezu exzentrisch galt.
150 g kernige Haferflocken · 400 ml Milch (o. halb Milch, halb Apfelsaft) · 300 g Joghurt · 2 Äpfel · 1 Zitrone (Saft) · 2 EL Honig · 50 g Haselnüsse o. Mandeln · 50 g Rosinen · 250 g saisonales Obst (Beeren, Pfirsich, Zwetschgen …)
Am Vorabend die 150 g Haferflocken mit 400 ml Milch und den 50 g Rosinen verrühren, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Morgens die 50 g Haselnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne 2–3 Min duftend rösten.
Die 2 Äpfel mitsamt Schale grob reiben und sofort mit dem Saft der Zitrone mischen, damit nichts braun wird.
Apfelraspel, 300 g Joghurt und 2 EL Honig unter die eingeweichten Flocken rühren; ist die Masse zu dick, schluckweise Milch zugeben.
Mit dem klein geschnittenen saisonalen Obst (250 g) und den gerösteten Nüssen anrichten.
Tipp: Der Apfel wird gerieben, nicht gewürfelt – sein Saft zieht in die Flocken und macht das Müsli erst „bircher“. Kernige Flocken behalten nach der Nacht noch Biss, zarte werden zu Brei.
Israel/Nordafrika · aus der Pfanne · 35 Min · einfach · 3 Personen · ☀️ Frühstück
Shakshuka bedeutet auf Arabisch ungefähr „alles durcheinandergeschüttelt“ – und genau das ist das Prinzip: Eier, die direkt in einem würzigen Paprika-Tomaten-Sugo pochieren.
Die 2 Zwiebeln in Streifen, die 2 Paprika in schmale Streifen, den Knoblauch in Scheiben schneiden.
In einer großen (Guss-)Pfanne 4 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Paprika 8–10 Min bei mittlerer Hitze weich und leicht gebräunt schmoren.
Knoblauch, 2 TL Kreuzkümmel und je 1 TL Paprikapulver 1 Min mitrösten, bis es duftet.
Die 2 Dosen Tomaten (800 g), 1 TL Zucker und Salz zugeben und 10 Min offen einköcheln, bis die Sauce dick genug ist, dass ein Löffelstrich sichtbar bleibt.
Mit dem Löffel 6 Mulden formen und die 6 Eier hineingleiten lassen. Deckel auflegen und 6–8 Min pochieren – das Eiweiß fest, das Eigelb noch flüssig.
Mit dem zerbröselten Feta (100 g), gehackter Petersilie und Chiliflocken bestreuen und in der Pfanne mit Brot servieren.
Tipp: Die Sauce muss dick sein, bevor die Eier hineinkommen – in dünner Sauce versinken sie und werden hart, bevor das Weiß stockt. Und die Pfanne gehört auf den Tisch: Shakshuka wird getunkt, nicht portioniert.
USA · Diner-Klassiker · 30 Min · einfach · 3 Personen · ☀️ Frühstück
Pancakes sind das Herzstück des amerikanischen Diner-Frühstücks: dicke, wolkige Stapel, die seit dem 19.
250 g Mehl · 2 TL Backpulver · ½ TL Natron · 2 EL Zucker · 1 Prise Salz · 2 Eier · 350 ml Buttermilch (Ersatz: Milch + 1 EL Zitronensaft, 5 Min stehen lassen) · 40 g Butter, geschmolzen + mehr zum Braten · 200 g Blaubeeren (frisch o. TK, unaufgetaut) · Ahornsirup zum Servieren
250 g Mehl, 2 TL Backpulver, ½ TL Natron, 2 EL Zucker und 1 Prise Salz in einer Schüssel mischen.
Die 2 Eier mit 350 ml Buttermilch und 40 g geschmolzener Butter verquirlen.
Flüssiges zu Trockenem gießen und nur 10–15 Sekunden grob verrühren – Klümpchen bleiben drin! Glatt gerührter Teig ergibt zähe Pancakes. 5 Min ruhen lassen.
Eine Pfanne bei mittlerer Hitze mit wenig Butter auspinseln. Pro Pancake eine kleine Kelle Teig hineingeben und sofort einige der 200 g Blaubeeren daraufstreuen.
Braten, bis die Oberfläche Blasen wirft und die Ränder matt werden (2–3 Min) – dann genau einmal wenden und 1–2 Min fertig backen.
Im 80-°C-Ofen warmhalten, stapeln und mit Ahornsirup und etwas Butter servieren.
Tipp: Natron + Buttermilch ist der Fluff-Motor – deshalb den Teig sofort nach dem Anrühren verwenden und die Hitze moderat halten: Innen gar und außen goldbraun erreichen sich nur bei mittlerer Temperatur.
Deutschland/USA · 1 Brot (ca. 800 g) · 60 Min · einfach · vegan · 3 Personen · 🍞 Brot
2006 druckte die New York Times ein Rezept des Bäckers Jim Lahey, das die Heimback-Welt auf den Kopf stellte: Brot ohne Kneten.
400 g Weizenmehl 550 · 100 g Roggenmehl (o. Weizenvollkorn) · 375 ml Wasser, kalt · ¼ TL Trockenhefe (ca. 1 g) · 11 g Salz · etwas Mehl zum Formen; gusseiserner Topf mit Deckel (o. Bräter)
Am Vortag (abends): 400 g Weizenmehl, 100 g Roggenmehl, ¼ TL Trockenhefe und 11 g Salz mischen, 375 ml kaltes Wasser zugeben und nur 1 Min mit dem Löffel verrühren – fertig. Abgedeckt 14–18 Std bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Der Teig ist nun blasig und hat sich verdoppelt. Auf eine gut bemehlte Fläche kippen und mit bemehlten Händen viermal wie einen Brief zur Mitte falten.
Mit dem Schluss nach unten auf ein bemehltes Stück Backpapier setzen, mit einem Tuch abdecken und 1–2 Std gehen lassen.
Rechtzeitig den Gusstopf samt Deckel im Ofen auf 250 °C aufheizen (mind. 30 Min – der Topf muss brüllend heiß sein).
Teigling am Backpapier in den heißen Topf heben, Oberfläche einmal tief einschneiden, Deckel drauf und 30 Min backen.
Deckel abnehmen und weitere 15–20 Min backen, bis die Kruste tief kastanienbraun ist. Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen – die knisternde Kruste „singt“ dabei.
Tipp: Dunkler ist besser: Was nach fast zu viel aussieht, ist volles Krustenaroma (Röststoffe = Geschmack). Und das Brot nie warm anschneiden – die Krume gart beim Auskühlen noch nach.
Italien · Ligurien · 1 Blech · 45 Min · einfach · vegan · 3 Personen · 🍞 Brot
In Ligurien ist die Focaccia – dort „fügassa“ – kein Beilagenbrot, sondern Lebensgefühl: Man isst sie zum Frühstück in den Cappuccino getunkt, als Pausensnack und abends zum Wein.
500 g Weizenmehl 550 · 400 ml Wasser, lauwarm · 7 g Trockenhefe (1 Pck.) · 12 g Salz + 1 TL Zucker · 8 EL Olivenöl · 2 Zweige Rosmarin · 1 TL grobes Meersalz · optional: 150 g Kirschtomaten o. eine Handvoll Oliven
7 g Hefe und 1 TL Zucker in 400 ml lauwarmem Wasser lösen. Mit 500 g Mehl und 12 g Salz zu einem sehr weichen, klebrigen Teig verrühren – nicht erschrecken, er soll so.
2 EL Olivenöl darübergeben und den Teig abgedeckt 1½ Std gehen lassen; dabei nach 30 und 60 Min mit nasser Hand je viermal im Behälter falten.
Ein Blech großzügig mit 3 EL Olivenöl einölen, Teig daraufkippen und mit geölten Fingern sanft Richtung Ränder schieben. 30 Min entspannen lassen (zieht er sich zusammen, einfach warten).
Ofen auf 230 °C (o. Holzofen, mittelheiße Zone) vorheizen. Für die Salamoia 3 EL Olivenöl, 3 EL Wasser und 1 TL grobes Meersalz verschütteln.
Mit allen zehn Fingern tiefe Dellen bis fast zum Blech in den Teig drücken, die Salamoia darübergießen, Rosmarinnadeln (und optional Kirschtomaten) in die Dellen drücken.
18–22 Min goldbraun backen. Lauwarm in Stücke schneiden – und mindestens ein Stück direkt am Blech essen, das ist ligurisches Gesetz.
Tipp: Die Dellen müssen tief sein – zaghafte Grübchen verschwinden beim Aufgehen. Und die Öl-Wasser-Salz-Lake ist kein Fehler im Rezept, sondern DER Trick: Sie hält die Kruste saftig und macht die Oberfläche glasig-golden.
Deutschland · 1 Kastenbrot · 75 Min · einfach · vegan · 3 Personen · 🍞 Brot
Deutschland ist Weltmeister im Brot – über 3.000 eingetragene Sorten führt das Brotregister, und die UNESCO adelte die deutsche Brotkultur 2014 als immaterielles Kulturerbe.
500 g Dinkelmehl 630 (o. halb Vollkorn) · 150 g Kernemix (Sonnenblumen-, Kürbiskerne, Leinsamen, Sesam) · 420 ml Wasser, lauwarm · 7 g Trockenhefe (1 Pck.) · 12 g Salz · 2 EL Essig · 1 TL Honig o. Zuckerrübensirup · Butter o. Öl für die Form; 2 EL Kerne zum Bestreuen
2 EL vom Kernemix beiseitelegen, den Rest (ca. 130 g) in einer trockenen Pfanne 3–4 Min duftend rösten – das verdoppelt das Aroma.
7 g Hefe und 1 TL Honig in 420 ml lauwarmem Wasser lösen.
500 g Dinkelmehl, 12 g Salz, die gerösteten Kerne, das Hefewasser und 2 EL Essig mit einem Kochlöffel 1–2 Min zu einem zähen, klebrigen Teig verrühren – kneten ist nicht nötig.
Eine Kastenform (ca. 25 cm) fetten, Teig einfüllen, glatt streichen, mit Wasser bepinseln und mit den restlichen 2 EL Kernen bestreuen.
Abgedeckt 45–60 Min gehen lassen, bis der Teig knapp unter dem Formrand steht. Ofen rechtzeitig auf 200 °C vorheizen.
50–60 Min backen; nach 40 Min aus der Form nehmen und ohne Form fertig backen, damit die Seiten Kruste bekommen. Klopftest: klingt es hohl, ist es fertig. Komplett auskühlen lassen.
Tipp: Dinkel verzeiht weniger als Weizen: nicht überkneten und nicht übergaren, sonst wird die Krume trocken. Das Rühren von Hand ist hier tatsächlich die Profi-Methode – und der Essig ihr bester Freund.
Türkei · 8 Ringe · 50 Min · mittel · vegan · 3 Personen · 🍞 Brot
Der Simit ist der Herzschlag Istanbuls: Seit über 500 Jahren – Aufzeichnungen reichen bis an den Hof Süleymans des Prächtigen – werden die Sesamringe in den Gassen verkauft, heute von Straßenhändlern, die ihre roten Wagen an jede Ecke schieben oder die Ringe kunstvoll auf Tabletts auf dem Kopf balancieren.
500 g Weizenmehl 550 · 300 ml Wasser, lauwarm · 7 g Trockenhefe (1 Pck.) · 10 g Salz + 1 EL Zucker · 2 EL Olivenöl · 150 g Sesam · 3 EL Zuckerrübensirup (Rewe; Original: Traubensirup/Pekmez) · 100 ml Wasser (für das Sirup-Bad)
7 g Hefe und 1 EL Zucker in 300 ml lauwarmem Wasser lösen, mit 500 g Mehl, 10 g Salz und 2 EL Olivenöl 8 Min zu einem glatten, eher festen Teig kneten. 1 Std abgedeckt gehen lassen.
Die 150 g Sesam in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten – roher Sesam ist der häufigste Simit-Fehler. Auf einen tiefen Teller geben.
Teig in 8 Stücke teilen. Jedes zu einem ca. 40 cm langen Strang rollen, den Strang halbieren, die beiden Hälften umeinander zwirbeln und zum Ring schließen, Enden gut verdrücken.
3 EL Zuckerrübensirup mit 100 ml Wasser verrühren. Jeden Ring komplett durch das Sirup-Bad ziehen, kurz abtropfen und beidseitig kräftig in den Sesam drücken.
Ringe auf Backpapier 20 Min entspannen lassen; Ofen auf 220 °C (o. Pizzaofen, mittlere Zone) vorheizen.
16–20 Min backen, bis sie tief goldbraun glänzen. Warm am besten – klassisch mit Tee, Weichkäse, Oliven, Gurken und Tomaten.
Tipp: Das Zwirbeln der zwei Stränge ist keine Show: Die Drehung hält den Ring in Form und schafft mehr Oberfläche für den Sesam. Sirup-Bad nie überspringen – ohne wird der Sesam nicht haften und der Glanz fehlt.