Woher dieses Gericht kommt
In Ligurien ist die Focaccia – dort „fügassa“ – kein Beilagenbrot, sondern Lebensgefühl: Man isst sie zum Frühstück in den Cappuccino getunkt, als Pausensnack und abends zum Wein. Genua streitet mit jedem Nachbarort darüber, wessen Version die echte ist. Ihr Markenzeichen sind die tiefen Dellen, die mit allen zehn Fingern in den Teig gedrückt werden – in ihnen sammelt sich die „Salamoia“, eine Emulsion aus Olivenöl, Wasser und Salz, die beim Backen für die typisch glänzende, salzige Oberfläche sorgt. Der Teig ist bewusst sehr weich und feucht, fast schon flüssig – keine Sorge, genau so gehört er. Im Holzofen wird sie besonders gut, ein normales Blech im Haushaltsofen tut es aber ebenso.