Woher dieses Gericht kommt
In Mexiko ist der Taco kein Gericht, sondern eine Lebensform – gegessen im Stehen, am Straßenstand, zu jeder Tageszeit. Sein Herz ist der Mais: Für die Azteken und Maya war er heilig, der Schöpfungsmythos der Maya erzählt sogar, die Menschen seien aus Maisteig geformt. Bis heute baut die traditionelle Landwirtschaft auf der Milpa auf, dem Dreiklang aus Mais, Bohnen und Kürbis, die sich auf dem Feld gegenseitig nähren – genau diese drei Schwestern liegen hier im Taco, denn die Zucchini ist botanisch ein Kürbis. Der geröstete Mais mit Crema, Käse und Limette zitiert den Elote, den berühmten Straßenmais mexikanischer Städte. Ein Taco gilt übrigens erst als vollständig, wenn Säure, Schärfe und etwas Kühles zusammenkommen – deshalb gehören Limette, Chili und Crema nicht zur Deko, sondern zur Grammatik des Gerichts.