Woher dieses Gericht kommt
Gözleme – aus dem Türkischen „göz“ (Auge) – ist das dünne, gefüllte Fladenbrot, das man auf jedem türkischen Wochenmarkt bekommt: von einer erfahrenen „Teyze“ (Tante) in Kopftuch, die den Teig hauchdünn auf einer runden gewölbten Platte, der Sac, ausrollt und in Minuten backt. Klassisch wird mit Spinat und weißem Käse gefüllt, in der Ägäis-Region rund um Izmir aber gern auch mit geraspelter Zucchini – „kabak“ ist dort der Sommergemüse-König. Der Teig ist so simpel wie brillant: Mehl, Wasser, Öl, Salz – kein Hefe, kein Warten. Wer je einen frisch gebackenen Gözleme am Marktstand gegessen hat, versteht, warum in der Türkei dafür kein Weg zu weit ist.