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Peperonata piemontese auf weichem Polenta-Bett

Italien · Piemont · für 3 Personen
45 Mineinfach🥕 Kiste
👥 Wie viele essen mit?

💡 Beim Kochen: Zutaten und Schritte antippen, um sie abzuhaken.

Woher dieses Gericht kommt

Peperonata ist die piemontesische Antwort auf den Spätsommer, wenn die Paprika von Carmagnola auf den Markt kommen – dieselben, die dort jedes Jahr im September mit einem eigenen Festival gefeiert werden. Anders als das ungarische Lecsó oder das französische Piperade wird die Peperonata mit ganz wenigen Zutaten gemacht: Paprika, Zwiebel, Tomate, ein Schuss Weinessig – das war's. Der Trick liegt in der Zeit: Die Paprika werden so lange geschmort, bis sie fast schmelzen und die Sauce eine sirupartige Süße bekommt. Serviert auf weicher Polenta, dem „gelben Brot“ Norditaliens, wird daraus ein voller Teller. In den Osterien des Piemont steht das Gericht oft „nur als Beilage“ auf der Karte – die Einheimischen bestellen es trotzdem als Hauptgang.

Zutaten

  • 3 Paprika, gemischt rot/gelb (aus der Kiste ✓)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Weißweinessig (o. Rotweinessig)
  • 1 TL Zucker
  • 1 Zweig Rosmarin (o. 1 TL getrocknet)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 50 g schwarze Oliven (Kalamata, entsteint)
  • 1 EL Kapern (optional)
  • 250 g Polenta (Instant o. klassisch)
  • 1 l Gemüsebrühe (für die Polenta)
  • 60 g Parmesan o. vegetarischer Hartkäse, gerieben
  • 40 g Butter
  • 6 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

Walkthrough

  1. Die 3 Paprika in daumenbreite Streifen schneiden, die 2 Zwiebeln in feine Halbringe, die 3 Knoblauchzehen in Scheiben.
  2. In einem weiten Topf 6 EL Olivenöl erwärmen. Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8 Min goldgelb schmoren, dann Knoblauch, 1 EL Tomatenmark, Rosmarin und 2 Lorbeerblätter 1 Min mitrösten.
  3. Paprika zugeben, salzen und 5 Min mitschmoren. 2 EL Essig angießen und komplett verdampfen lassen – das nimmt die Schärfe und lässt Süße zurück.
  4. Dose Tomaten (400 g), 1 TL Zucker und Pfeffer einrühren. Zugedeckt 20 Min bei kleiner Hitze schmoren, dann Deckel ab und weitere 5 Min offen einreduzieren – die Paprika sollen fast schmelzen, die Sauce leicht sirupartig glänzen.
  5. Für die Polenta 1 l Gemüsebrühe aufkochen und die 250 g Polenta unter Rühren mit dem Schneebesen einrieseln lassen. Bei kleiner Hitze 5–8 Min quellen lassen (Instant: 3 Min), immer wieder umrühren. Zum Schluss 40 g Butter und 40 g Parmesan einrühren – die Polenta muss zähflüssig vom Löffel gleiten, keinesfalls fest werden.
  6. Kurz vor dem Servieren die 50 g Oliven und die 1 EL Kapern unter die Peperonata heben, Lorbeer und Rosmarin entfernen und mit Salz abschmecken.
  7. Polenta breit auf tiefe Teller streichen, Peperonata darauf schöpfen, restlichen Parmesan darüber. Ein Fingerhut Olivenöl obendrauf.
Sternekoch-Tipp: Der Weinessig-Schock ist das Piemont-Geheimnis: Bei voller Hitze angießen und komplett verkochen lassen. Er zieht die Süße aus der Paprika hervor und macht die Sauce erst rund – bloß nicht weglassen.

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