Woher dieses Gericht kommt
Peperonata ist die piemontesische Antwort auf den Spätsommer, wenn die Paprika von Carmagnola auf den Markt kommen – dieselben, die dort jedes Jahr im September mit einem eigenen Festival gefeiert werden. Anders als das ungarische Lecsó oder das französische Piperade wird die Peperonata mit ganz wenigen Zutaten gemacht: Paprika, Zwiebel, Tomate, ein Schuss Weinessig – das war's. Der Trick liegt in der Zeit: Die Paprika werden so lange geschmort, bis sie fast schmelzen und die Sauce eine sirupartige Süße bekommt. Serviert auf weicher Polenta, dem „gelben Brot“ Norditaliens, wird daraus ein voller Teller. In den Osterien des Piemont steht das Gericht oft „nur als Beilage“ auf der Karte – die Einheimischen bestellen es trotzdem als Hauptgang.