Woher dieses Gericht kommt
Fattoush gehört zu den „Arme-Leute-Gerichten“ der Levante, den sogenannten fattat: Statt altbackenes Fladenbrot wegzuwerfen, röstet man es und mischt es unter den Salat, wo es Öl, Zitrone und Tomatensaft aufsaugt. Aus Beirut kennt man ihn als festen Bestandteil jeder Mezze-Tafel, gleich neben Tabbouleh und Hummus – und im Ramadan steht er auf fast jedem Iftar-Tisch. Sein Charakter kommt vom Sumach, den getrockneten und gemahlenen Beeren des Gewürzsumachstrauchs, die eine fruchtige Säure mitbringen, wie Zitrone sie nie hinbekommt. Traditionell wird das Brot gerissen und nicht geschnitten, damit die unregelmäßigen Kanten mehr Dressing aufnehmen. Mit knusprig gebackenen Kichererbsen wird aus der Beilage ein vollwertiges Abendessen – leicht genug für einen Spätsommerabend, sättigend genug als Hauptgericht.