Woher dieses Gericht kommt
„Ladera“ – „die Öligen“ – nennt man in Griechenland jene Gerichte, in denen Gemüse in Olivenöl und Tomate ganz langsam bis zur Süße geschmort wird. Traditionell gehören sie zu den nistisima, den Fasten-Gerichten der orthodoxen Küche, und sind gerade deshalb an sonnigen Sommertagen so beliebt: satt, aber leicht. Fasolakia, die grünen Bohnen der Bauernmärkte, werden dabei nicht knackig gegart wie in Frankreich, sondern absichtlich weich – so nehmen sie Öl und Kräuter auf und schmecken lauwarm am besten. Serviert wird das Ganze in Athen wie in Kalamata mit dickem Feta, einer Zitrone und Brot zum Auftunken. „Ein Ladera darf nicht schwimmen, es muss glänzen“, sagt man dort – die Sauce muss zu Öl-Emulsion einreduzieren, nicht zu Suppe werden.