Woher dieses Gericht kommt
Die Tajine ist eigentlich kein Gericht, sondern ein Gefäß: der Tontopf mit dem berühmten Kegeldeckel, den die Berber Nordafrikas seit Jahrhunderten nutzen. Seine Form ist Wüsten-Ingenieurskunst – der Dampf steigt im Kegel auf, kondensiert und tropft zurück, sodass mit minimalem Wasser geschmort werden kann. Typisch marokkanisch ist die Verbindung von Herzhaftem mit Süßem: Aprikosen, Rosinen und Honig wanderten über die arabisch-andalusische Küche ins Maghreb-Repertoire. Das Gewürz dazu heißt Ras el Hanout – wörtlich „Chef des Ladens“, denn jeder Gewürzhändler mischt seine beste, geheime Komposition. Und der Couscous dazu ist in Marokko heilig: Freitags nach dem Gebet versammelt er traditionell die ganze Familie um eine große Platte.