Woher dieses Gericht kommt
Lecsó ist Ungarns Sommer in einem Topf – das Gericht jener Wochen, in denen sich Paprika und Tomaten auf den Märkten türmen. Die Paprika kam einst mit den Osmanen ins Land und wurde zur ungarischen Nationalzutat schlechthin; edelsüßes Paprikapulver aus Szeged und Kalocsa ist bis heute Nationalstolz. Über das „richtige“ Lecsó wird gestritten wie in Italien über Ragù: mit Wurst, mit Ei, mit Reis – jede Familie schwört auf ihre Version. Im Spätsommer wird es traditionell in riesigen Kesseln im Freien gekocht und glasweise für den Winter eingemacht. Unsere Version rührt am Ende Eier ein – so wird aus dem Schmorgemüse ein sättigendes Hauptgericht.