Woher dieses Gericht kommt
Gemista heißt schlicht „die Gefüllten“ – und ist das Sommergericht Griechenlands, wenn Tomaten und Paprika auf den Märkten überquellen. Es gehört zu den Ladera, den „öligen“ Gerichten: in gutem Olivenöl geschmortes Gemüse, das die orthodoxen Fastenregeln erfüllt und deshalb traditionell komplett pflanzlich ist. In jeder Familie tobt der ewige Streit: Füllung nur mit Reis und Kräutern oder mit Hackfleisch? Die puristische Reis-Version gilt vielen als die ehrlichere. Früher trug man das Blech zum Dorfbäcker, der es nach dem Brot in der Resthitze seines Ofens garte. Gegessen werden Gemista wie fast alle Ladera lauwarm – die Griechen sind überzeugt, dass zu heißes Essen den Geschmack verdeckt.