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Aargauer Rüblikuchen mit Zitronenguss

Schweiz · Dessert · für 3 Personen
75 Mineinfach🍰 Dessert🥕 Kiste
👥 Wie viele essen mit?

💡 Beim Kochen: Zutaten und Schritte antippen, um sie abzuhaken.

Woher dieses Gericht kommt

„Rüebli“ ist Schweizerdeutsch für Karotte, und die Rüeblitorte ist der ganze Stolz des Kantons Aargau, der sich selbst liebevoll „Rüebliland“ nennt. Das älteste dokumentierte Rezept stammt aus einer Haushaltsschule in Kaiseraugst von 1892 – Karotten dienten damals als günstige Süße, denn Zucker war teuer, und sie hielten den Kuchen tagelang saftig. In Kriegszeiten erlebte das Prinzip „Gemüse im Kuchen“ in ganz Europa eine Renaissance. Heute wird die Torte in der Schweiz klassisch mit kleinen Marzipan-Möhrchen dekoriert und ist fester Bestandteil jedes Geburtstagstischs zwischen Basel und Zürich. Ihr Geheimnis: gemahlene Mandeln statt viel Mehl – deshalb bleibt sie so saftig, dass sie am zweiten Tag noch besser schmeckt als am ersten.

Zutaten

  • 250 g Karotten (aus der Kiste ✓)
  • 4 Eier
  • 200 g Zucker
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Zitrone (Abrieb + Saft)
  • 1 Prise Zimt + 1 Prise Salz
  • 100 g Puderzucker (für den Guss)
  • 1 EL Butter + Mehl für die Form

Walkthrough

  1. Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Springform (ca. 24 cm) mit Butter fetten und mit Mehl ausstäuben.
  2. Die 250 g Karotten auf der feinen Reibe raspeln – je feiner, desto saftiger der Kuchen.
  3. Die 4 Eier trennen. Eigelbe mit 200 g Zucker 3–4 Min hell und cremig schlagen. Zitronenabrieb, 1 EL Zitronensaft, 1 Prise Zimt und Karotten unterrühren.
  4. 200 g gemahlene Mandeln, 100 g Mehl und 1 Pck. Backpulver mischen und kurz unterheben.
  5. Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen und in zwei Portionen vorsichtig unterheben – nicht rühren, nur heben!
  6. 45–50 Min backen (Stäbchenprobe). 15 Min in der Form abkühlen, dann ganz auskühlen lassen.
  7. 100 g Puderzucker mit 2–3 EL Zitronensaft zu einem dicken Guss rühren und über den kalten Kuchen ziehen.
Sternekoch-Tipp: Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag am besten – perfekt zum Vorbereiten. Wer mag, drückt gehackte Pistazien oder Marzipan-Möhrchen in den noch feuchten Guss.

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