Woher dieses Gericht kommt
„Rüebli“ ist Schweizerdeutsch für Karotte, und die Rüeblitorte ist der ganze Stolz des Kantons Aargau, der sich selbst liebevoll „Rüebliland“ nennt. Das älteste dokumentierte Rezept stammt aus einer Haushaltsschule in Kaiseraugst von 1892 – Karotten dienten damals als günstige Süße, denn Zucker war teuer, und sie hielten den Kuchen tagelang saftig. In Kriegszeiten erlebte das Prinzip „Gemüse im Kuchen“ in ganz Europa eine Renaissance. Heute wird die Torte in der Schweiz klassisch mit kleinen Marzipan-Möhrchen dekoriert und ist fester Bestandteil jedes Geburtstagstischs zwischen Basel und Zürich. Ihr Geheimnis: gemahlene Mandeln statt viel Mehl – deshalb bleibt sie so saftig, dass sie am zweiten Tag noch besser schmeckt als am ersten.