Woher dieses Gericht kommt
Der Name „Dengaku“ führt zurück ins alte Japan: Dengaku waren rituelle Tänze, mit denen Reisbauern vor der Pflanzsaison um eine gute Ernte baten – Gaukler balancierten dabei auf einer einzelnen Stelze. Als man in der Edo-Zeit Tofu auf Spieße steckte und mit Miso bestrich, erinnerte das die Menschen an genau diese Stelzentänzer, und der Name blieb am Gericht haften. Später wanderte die Miso-Glasur vom Tofu auf die Aubergine (nasu), die in Japan als Sommergemüse verehrt wird – ein Sprichwort sagt, sie sei zu gut, um sie der Schwiegertochter zu überlassen. Heute ist Nasu Dengaku ein Klassiker der Izakaya-Kneipen: kleine Teller, große Aromen, dazu ein kaltes Getränk. Die Glasur zeigt, was die japanische Küche ausmacht – Umami-Tiefe aus fermentiertem Miso, balanciert mit Süße, auf einem einzigen, einfachen Gemüse.