Woher dieses Gericht kommt
Buchteln – auch „Wuchteln“ oder „Rohrnudeln“ – sind seit dem 18. Jahrhundert der süße Trost Alt-Wiens. In der berühmten „Buchtelbeisl“ des k. u. k. Hofrats Josef Roth am Fleischmarkt lagen sie noch um Mitternacht warm im Rohr, wenn die Kaffeehäuser schlossen – Roth soll sie regelmäßig „als letzten Trost“ bestellt haben. Klassisch werden sie mit Powidl gefüllt; im Sommer nehmen die Wiener aber gern die Beeren, die gerade auf den Naschmarkt kommen. Der lockere Germteig (Hefeteig) mit viel Butter und Milch wird zart wie Wolken, wenn er richtig gegangen ist. Serviert werden Buchteln immer mit Vanillesauce – kalt, warm, oder ganz stilecht in eine Suppentasse gedippt, wie die alten Wiener sagten.