Woher dieses Gericht kommt
Buchweizen kam im 15. Jahrhundert aus Asien in die Bretagne und wuchs dort, wo Weizen scheiterte: auf sauren, kargen Böden. Weil er kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs ist, wurde er zum „blé noir“ der Armen – und zur Grundlage der Galette, dem herzhaften Gegenstück zur süßen Crêpe. In den Crêperies von Rennes bis Quimper werden die Galettes auf einer runden Gusseisenplatte, der bilig, mit einem Holzrechen hauchdünn ausgestrichen. Der Teig braucht Ruhe: Klassisch lässt man ihn über Nacht stehen, damit der Buchweizen quillt und leicht säuerlich fermentiert. Eine Stunde genügt aber auch – und wer eine gute beschichtete Pfanne hat, braucht keine bilig.