Woher dieses Gericht kommt
Der Clafoutis stammt aus dem Limousin, dem grünen Herzen Frankreichs, und sein Name kommt vom okzitanischen „clafir“ – füllen: Früchte, großzügig mit einem Eierteig übergossen. Das Original wird mit dunklen Kirschen gebacken, und zwar mitsamt der Kerne – die Puristen schwören, dass erst der Kern das feine Bittermandelaroma abgibt, worüber Frankreich seit Generationen leidenschaftlich streitet. Streng genommen heißt jede Variante mit anderen Früchten „Flaugnarde“, aber außerhalb des Limousin nimmt das niemand mehr so genau. Erfunden wurde er als Bauern-Dessert aus dem, was Hof und Garten hergaben: Eier, Milch, Mehl, Früchte. Serviert wird er lauwarm und leicht eingesunken – das gehört so und ist kein Backunfall.